Bioenergiedorf Weiterdingen

Sinnvolle Nutzung von Biogas-Abwärme - für solarcomplex ein Muss!

Biogasanlage mit Abwärmenutzung im Bioenergiedorf Weiterdingen
Biogasanlage in Weiterdingen
Der Notkühler bleibt aus - alle Abwärme geht ins Wärmenetz
Notkühler an der Biogasanlage

Biogasanlagen produzieren Strom und Wärme

In einer Biogasanlage wird ca. 40% Strom und 60% Wärme erzeugt - so auch in Weiterdingen. Das Biogas wird in einem BHKW (Blockheizkraftwerk) verbrannt und so entsteht Strom und Wärme. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist, die Wärme meist über den Notkühler in die Atmosphäre geblasen. Eine sinnvolle Wärmenutzung bietet ein Nahwärmenetz wie im Bioenergiedorf Weiterdingen, einem Ortsteil von Hilzingen im Landkreis Konstanz.

Das Bioenergiedorf Weiterdingen

Um Leitungsverluste im Nahwärmenetz zu vermeiden wurde von der Biogasanlage eine 1,3 km lange Gasleitung in das Heizhaus gelegt. Hier steht ein 2. BHKW (Satelliten-BHKW) und liefert Wärme für das Nahwärmenetz. Die Wärme liefert die Grundlast im Sommerbetrieb. Für den Winterbetrieb ist bei Bedarf ein Holzhackschnitzel-Kessel mit 1.200 kW im Einsatz. Die Hackschnitzel kommen aus regionalen Wäldern. Über ein Nahwärmenetz mit 6 km Trassenlänge und die Übergabestationen wird die Wärme in die Gebäude gebracht.

Bioenergiedorf Weiterdingen - Impressionen

Spatenstich zum Bioenergiedorf Weiterdingen
Duo-Rohrleitung im Nahwärmenetz
Anlieferung des Pufferspeichers in Weiterdingen
Der Holzhackschnitzel-Kessel schwebt ein
Die Brennkammer des Holzhackschnitzel-Kessels
Einbau Holzhackschnitzel-Kessel im Heizhaus Weiterdingen
Holzhackschnitzel-Kessel im Heizhaus
Netzpumpen im Nahwärmenetz Weiterdingen
Heizhaus Weiterdingen
Eigenstromnutzung - Photovoltaik auf dem Dach des Heizhauses
Bene Müller, Vorstand der solarcomplex AG, bei seiner Eröffnungsrede
Bioenergiedorf Weiterdingen:
  • Betreiber: solarcomplex AG
  • Inbetriebnahme: 2011
  • Einwohner: ca. 850
  • Anschlüsse: ca. 130 Gebäude
  • BHKW im Heizhaus: 300 kWel, 360 kWth
  • Holzkessel: 1.200 kW
  • Pufferspeicher: 50.000 Liter
  • CO2-Einsparung: 1.200 Tonnen/Jahr
  • Wärmenetz: 6 km

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