Landesnaturschutzverband BW antwortet auf offenen Brief von Windkraftgegnern

12.10.2017

Der Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, Dr. Gerhard Bronner, antwortet auf offenen Brief. Lesen Sie hier das Fazit am Schluss des Briefes:

Fazit
Windkraftanlagen sind aus volkswirtschaftlicher und ökologischer Sicht in vielen Fällen sinnvoll. Im Energiesystem der Zukunft können sie im Verbund mit flexibler und gesicherter Leistung, Speichern, Netzen, Sektorenkopplung und Demand Side Management die Versorgungssicherheit jederzeit sicherstellen.
Die Energiewende ist nicht gescheitert, sondern in vielen Bereichen auf Kurs. Insbesondere beim Ausbau erneuerbarer Energien kann auf große Erfolge verwiesen werden. Hingegen sind im Verkehrsbereich sowie bei der Energieeffizienz noch teilweise erhebliche Nachsteuerungen erforderlich (BMWi 2016). Wesentliche Herausforderungen der Energiewende bestehen in der Herstellung von Geschäfts- und Marktmodellen für die Systemintegration sowie der Verteilungsgerechtigkeit und der Akzeptanz – insbesondere aus Sicht des Naturschutzes.
Unter fast allen Wissenschaftlern ist es Konsens, dass für den Schutz des Klimas sowie der Schonung endlicher, fossiler Ressourcen die Energiewende unumgänglich ist. Energiewende ist hierbei nicht mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien im Stromsektor gleichzusetzen, sondern sie beinhaltet ausdrücklich die Dekarbonisierung in allen Sektoren sowie eine Erhöhung von Effizienz und Suffizienz.
Der LNV ist daher Unterstützer der Energiewende und dem damit verbundenen Umstieg auf erneuerbare Energien. Dabei formuliert der LNV klare Leitlinien für die Errichtung von Anlagen, um Konflikte mit dem Naturschutz zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für Windkraftanlagen [vgl. LNV 2012].
Wir können Ihnen versichern, dass wir bei Windkraftanlagen ebenso auf die Durchsetzung von Naturschutzstandards achten, wie bei anderen Vorhaben auch.

Den gesamten Brief können Sie hier downloaden: Landesnaturschutzverband BW