solarcomplex realisiert Windpark Länge

28.02.2018

Nach drei Jahren intensiver Planung und aufwendigen Genehmigungsverfahren ist es soweit: solarcomplex erhält als einziger Bieter in Baden-Württemberg einen Zuschlag im bundesweiten Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur zur Errichtung eines Windparks mit 7 Anlagen auf der Länge. Damit liegen alle behördlichen Genehmigungen vor. Die Bauarbeiten zum Windpark Länge mit sieben Schwachwindanlagen haben begonnen.
Die solarcomplex GmbH & Co. KG Windpark Länge hat begonnen die benötigte Waldflächen
für das Länge-Projekt zu roden. Für das solarcomplex-Projekt werden 8,9 Hektar Fläche gerodet, davon 7,5 Hektar dauerhaft und 1,4 Hektar temporär.
Zur Einordnung: für das Daimler Prüf- und Testzentrum in Immendingen wurden mehr als 100 Hektar Wald gerodet. Auf der Gemarkung Donaueschingen werden für das Windprojekt 3,5 Hektar gerodet, dabei fallen 2.000 Festmeter Holz an. Der regelmäßige Holzeinschlag im städtischen Forstbetrieb liegt nach Angaben der Stadtverwaltung bei 20.000 Festmeter Holz pro Jahr. 

Auf dem Höhenzug Länge werden durch solarcomplex sieben Windenergieanlagen zur Erzeugung von klimafreundlichem Strom errichtet. Die Anlagen vom Typ Nordex N131 mit je 3,3 MW Leistung werden auf den Gemarkungen der Gemeinden Hüfingen und Donaueschingen gebaut und sollen 2019 ans Netz gehen. Die Zuwegung zu den Anlagen verläuft größtenteils auf bestehenden Wegen, um den Eingriff in den Wald so gering wie möglich zu halten. Da es sich bei der Länge um ein Gebiet handelt, in dem auch moderne Forstwirtschaft betrieben wird, gibt es hier bereits ein gut ausgebautes Wegenetz.

Um den Eingriff in den Wald auszugleichen, hat solarcomplex ein umfangreiches Ausgleichskonzept vorgelegt das eine Fülle von Aufforstungs-, Aufwertungs- und Naturschutzmaßnahmen beinhaltet.

Der Windpark hat einen prognostizierten Stromertrag von rund 45 Mio kWh pro Jahr.
Das entspricht bilanziell dem privaten Strombedarf von rund 40.000 Menschen, ziemlich genau die Einwohnerzahl von Donaueschingen, Hüfingen und Blumberg zusammen.
Die CO2-Einsparung gegenüber dem bundesdeutschen Strommix beträgt rund 27.000 Tonnen pro Jahr.  

Die Investition von rund 35 Mio Euro verbleibt komplett innerhalb der deutschen Volkswirtschaft, da die wichtigsten Komponenten, die Windkraftanlagen vom deutschen Hersteller Nordex (aus Rostock) kommen. Die Nebengewerke, wie der Bau von Wegen und Fundamenten sowie der Netzanschluss, werden direkt in der Region vergeben.  

Die Gewerbesteuer des Windparks wird zukünftig zu 70% an den Standorten des Projekts, d.h. in Donaueschingen und Hüfingen entrichtet.

Visualisierung des Windparks: Blick vom Wartenberg bei Geisingen


 Ein Blick auf die Fakten zur Genehmigung des Windparks Länge
- Der Standort Länge ist in einem rechtskräftigen Flächennutzungsplan (FNP) vom Gemeindeverwaltungsverband Donaueschingen als Konzentrationszone Windkraft ausgewiesen. Dieser FNP wurde in einem geordneten Verfahren mit öffentlicher Beteiligung über mehrere Jahre durchgeführt. Über die einzelnen Schritte des Verfahrens berichtete die örtliche Presse regelmäßig.
 - Die für das Projekt notwendigen Pachtverträge wurden von den Gemeinden Donaueschingen und Hüfingen nach Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens vergeben und abgeschlossen.
 - Der Genehmigungsantrag nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) wurde vom Landratsamt Schwarzwald-Baar in einem branchenüblichen Zeitraum ordentlich geprüft und Ende 2016 die BImschG-Genehmigung erteilt.
 - Die Waldumwandlungsgenehmigung wurde im ersten Anlauf nicht erteilt, weil das Regierungspräsidium Freiburg Mängel beanstandete. Erst nach einer aufwändigen Nachbesserung wurde im Februar 2018 die Genehmigung erteilt.

Die solarcomplex GmbH & Co. KG Windpark Länge
An der Betreibergesellschaft des Windparks Länge sind 23 Kommanditisten beteiligt. Dies sind Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerke und Privatpersonen aus Baden-Württemberg. Die solarcomplex AG hält einen Anteil von 25% an der Gesellschaft.